Der Lack war noch nicht einmal richtig trocken, da ging es ohne Verzögerung weiter.
Innenausbau.
Auf Dämmung haben wir vorerst
komplett verzichtet. Ebenso auf Dachluke und Seitenfenster. Vor allem
aus Zeitmangel – nicht, weil wir sie nicht mehr brauchen würden. Ganz im
Gegenteil. Aber für die erste Fahrt waren sie nicht von existenzieller
Bedeutung. Wichtiger und unverzichtbar waren in diesem Moment zwei
Dinge: Bett und Küche.
Fangen wir mit dem Bett an.
Irgendwo lag noch ein Lattenrost
herum. Natürlich keines, das auf Anhieb in den Bus gepasst hätte. Aber
eines, das viel zu groß für seine neue Aufgabe war – und damit die
perfekte Ausgangsbasis. Vier Stunden Sägen, Bohren und Schrauben später
war alles passend, was vorher nicht gepasst hatte.
Was noch fehlte, war die Matratze.
Und das stellte sich als weniger trivial heraus als gedacht. Da das Bett
keine Normmaße hat, musste improvisiert werden. Eine maßgefertigte
Matratze wird später kommen – dann, wenn wir beim Thema Bett grünes
Licht geben können und sicher sind, dass das Konzept überhaupt
funktioniert. Aber nicht jetzt.
Jetzt stehen erst einmal 176
Zentimeter Länge bei 140 Zentimetern Breite im Raum. Und wir müssen
herausfinden, ob und wie wir damit zurechtkommen. Vor allem, weil ich
selbst 178 Zentimeter groß bin – zwei Zentimeter, die von vornherein
fehlen.
Vielleicht reicht es trotzdem, wenn man etwas schräg liegt.
Vielleicht funktioniert es.
Vielleicht müssen wir nach der Testwoche wieder ganz neu denken.
Genau dafür ist sie ja da.
Lange überlegt, gegrübelt, im Internet gesucht – und genauso in meinem „Schatzlager“. Bis irgendwann die Idee kam: IKEA.
Nicht hinfahren und etwas kaufen.
IKEA haben wir bereits. Auf der Terrasse.
Dort steht eine Terrassensitzecke mit
großen Schaumstoffkissen. Groß, flach und überraschend hart. Fast
matratzentauglich. Nur: ein bisschen zu groß – und gleichzeitig ein
bisschen zu klein. Die Maße: 120 × 120 Zentimeter.
Aber bevor man etwas theoretisch verwirft, muss man es praktisch prüfen. Also habe ich genau das getan.
Drei Kissen in der Länge ergeben 180
Zentimeter statt der benötigten 176. Vier Zentimeter gequetscht – und
schon war die erste Hälfte der Matratze fertig. Die nächsten drei Kissen
dazu, und auch die zweite Hälfte war geklärt.
Für die erste Testwoche: vollkommen in Ordnung.
Den verbleibenden Freiraum von rund
20 Zentimetern zwischen den beiden Matratzenreihen habe ich mit
Schlafsäcken und Decken aufgefüllt. Provisorisch, improvisiert – aber
alles im grünen Bereich.
Nicht schön. Nicht perfekt. Aber funktional.
Und genau das war das Ziel.
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