Projekt Marrakesh wird mehr als nur eine Idee.
Vielleicht muss es sogar mehr werden, denn es macht einfach verdammt viel Spaß, mit dem 944 unterwegs zu sein. Eigentlich dachte ich, ich wäre mit dem Fahrzeug so weit fertig. Alles durchdacht, alles umgesetzt – bereit für die große Fahrt nach Marokko. Nach Afrika.
Leider hat das Leben im letzten Jahr sein eigenes Drehbuch geschrieben. Und in diesem Drehbuch war Marokko nicht vorgesehen. Die Reise musste ich absagen.
Und was soll ich im Nachhinein sagen?
Es war vielleicht sogar gut so.
Aus Marokko im Dezember 2025 wurde Kroatien im September 2026. Eine erste wirklich längere Testfahrt für den Porsche.
Es ist nicht so, dass das Auto seit letztem Dezember nur irgendwo in der Ecke gestanden und auf seinen großen Auftritt gewartet hätte. Ganz im Gegenteil. Der 944 wurde bewegt. Auf kurzen Strecken, auf längeren Strecken und auch ganz normal im Alltag.
Ohne größere Probleme. Alles im grünen Bereich.
Damit war es auch etwas leichter, meine bessere Hälfte davon zu überzeugen, in diesem Urlaub einmal etwas anderes auszuprobieren.
Camping.
Kein Hotel, keine Pension, kein All-inclusive und auch kein Wohnmobil – das ist schließlich sowieso noch nicht fertig.
Nein.
Hardcore.
Zelten.
Damit die Sache allerdings nicht ganz so wird, wie das Wort „Hardcore“ vermuten lässt, und ich den Urlaub nicht schon nach der ersten Nacht spontan umplanen muss, gab es als kleines Bonbon ein ordentliches Zelt.
Groß. Bequem. Teilweise aufblasbar. Mit Stehhöhe, Schlafkabine und Vorraum. Schnell und relativ einfach aufzubauen. Eigentlich perfekt. Mit zwei kleinen Haken:
15 Kilogramm Gewicht.
Und ein Packmaß, bei dem man sich fragt, ob man nicht doch besser einen Kombi gekauft hätte.
Damit waren auch schon die beiden größten Herausforderungen für den Porsche genannt: Gewicht und Platz.
Denn ein 944 ist kein Kombi.
Er ist auch kein moderner SUV, bei dem man einfach die Heckklappe öffnet und anschließend den halben Hausstand hineinwirft.
Der Porsche 944 ist ein reinrassiger Sportwagen.
Und diesem Sportwagen wird jetzt, im Alter von genau 40 Jahren, etwas abverlangt, wofür er eigentlich niemals gebaut wurde.
Etwas, das es so vielleicht gar nicht geben sollte.
Eine Reisesportmaschine.
Ein Auto, das Kurven fahren will, aber gleichzeitig Zelt, Kühlschrank, Gepäck und Ausrüstung tragen soll.
Eine Art Turnschuh, mit dem man gleichzeitig laufen, schwimmen, klettern und tanzen möchte.
Und genau das macht die Sache interessant.

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