Der eine hat die Lizenz zum Töten. Ich für die Rennstrecke. Teil 2: Taxi, Teilejagd und Strom auf Raten.

  Ein paar Stunden vorher – Freitagmorgen. Als ich am Freitagmorgen im Taxi zur Rennstrecke saß, fühlte sich das an wie ein Paralleluniversum: Ich war eigentlich auf dem Weg zur Rennlizenz – also zu etwas, das nach Kontrolle, Präzision und „ich hab mein Leben im Griff“ riecht. Und trotzdem saß ich in einem Taxi, während mein Auto sechs Kilometer entfernt irgendwo stand und sich vermutlich gerade selbst bemitleidete. Die Straße nach Posen war harmlos. Das Taxi war leise, warm, zuverlässig. Ich merkte, wie mein Körper bei jeder normalen Beschleunigung kurz irritiert war – als würde er fragen: „Moment… das geht auch ohne Drama?“ Ich lehnte den Kopf an die Scheibe und starrte raus, und irgendwo zwischen Müdigkeit und Adrenalin tauchte ein Gedanke auf, der mir unangenehm war: Vielleicht wird das heute sogar… einfach. Zum Glück ist Tag eins Theorie. Kein Auto nötig. Kein Starten. Kein Strom. Keine 14-Volt-Hoffnung. Nur Unterricht. Regeln. Flaggen. Verhalten. Sicherheit. Dinge, die ...


Und weiter gehts. Am dritten Tag haben wir 340 Meilen zu beweltigen. Von London nach Lockerbie im Norden von England.






 

Manche haben so ihre Probleme mit dem Starten aber wenn sie laufen dann sind sie kaum zu bremsen.


Letzte Besprechung vor der Abfahrt.


Ein Taxi brauchen wir nicht, unser Polonez läuft ohne Probleme

Sind wir wieder in Coburg? Haben wir uns womöglich verfahren? Nein, nein ...wir sind in Coventry, da gibt es auch Brose.....also runter von der Autobahn und gucken ob bei denen alles rund läuft :-)

Eine kurze Pause um die Eindrücke und Erlebnisse der letzten Tage an die "Neue Presse" zu übermitteln... sonst haben die nichts zum Drucken :-)


Lockerbie erreicht. Es war ein ruhiger Tag auf Englands Autobahnen. An den Linksverkehr haben wir uns langsam gewöhnt.

Jetzt heißt es nur noch Zelt aufschlagen und grillen....


Am nächtsten Morgen...nein, nein der Dirk musste nicht neben dem Auto übernachten :-).. sind wir vor 5 Uhr Früh schon auf den Beinen damit wir als einer der Ersten beim duschen sind....300 Leute auf dem Campingplatz d.h. immer ein "Kampf" um die Sanitäranlagen

Auf der Suche nach dem Frühstück...es muss ja nicht immer McDonalds sein....

Wir haben es gefunden....bei einem Griechen kriegen wir ein typisch englisches Frühstück serviert....danach haben wir genug Kraft für die letzte Etape nach Loch Ness

Es hat uns erwischt....ein Reifenplatzer auf der Autobahn....der Reifen ist schnell gewechselt, jetzt müssen wir uns nur noch um den Ersatz kümmern, sonst haben wir keine Reserve mehr.

Es war wirklich nicht einfach einen Reifenhändler zu finden, der einen passenden Reifen auf Lager hatte. Es hat sehr viel Zeit gekostet.

Ein neuer Reifen ist montiert...

Die Garantie mit der Unterschrift kriegen wir direkt aufs Auto geklebt...eine englische Tradition :-)

Zum Schluß noch schnell ein Foto mit dem Werkstattchef. Der hat wirklich große Augen gemacht als er unser Auto sah....

Wir sind wieder auf der Straße richtung Loch Ness

Kurze Zeit später erreichen wir Schottland


Hier ist der Beweis, leider ohne Dudelsack :-)


Wir sind am Ziel.....

Das ist es ..der See von Loch Ness...wie uns ein  lustiger Englender aufs Auto geschrieben hat...."nach ein paar Bier werden wir auch Nessie zu sehen bekommen"

Heute abend eine große Ziel-Party und morgen früh machen wir uns sofort auf die Heimreise.
Am Dienstag geht den Dirk sein Flugzeug in den verdienten Urlaub - wir haben also keine Zeit zu verlieren.

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