Der eine hat die Lizenz zum Töten. Ich für die Rennstrecke. Teil 2: Taxi, Teilejagd und Strom auf Raten.

  Ein paar Stunden vorher – Freitagmorgen. Als ich am Freitagmorgen im Taxi zur Rennstrecke saß, fühlte sich das an wie ein Paralleluniversum: Ich war eigentlich auf dem Weg zur Rennlizenz – also zu etwas, das nach Kontrolle, Präzision und „ich hab mein Leben im Griff“ riecht. Und trotzdem saß ich in einem Taxi, während mein Auto sechs Kilometer entfernt irgendwo stand und sich vermutlich gerade selbst bemitleidete. Die Straße nach Posen war harmlos. Das Taxi war leise, warm, zuverlässig. Ich merkte, wie mein Körper bei jeder normalen Beschleunigung kurz irritiert war – als würde er fragen: „Moment… das geht auch ohne Drama?“ Ich lehnte den Kopf an die Scheibe und starrte raus, und irgendwo zwischen Müdigkeit und Adrenalin tauchte ein Gedanke auf, der mir unangenehm war: Vielleicht wird das heute sogar… einfach. Zum Glück ist Tag eins Theorie. Kein Auto nötig. Kein Starten. Kein Strom. Keine 14-Volt-Hoffnung. Nur Unterricht. Regeln. Flaggen. Verhalten. Sicherheit. Dinge, die ...



Auf dem Weg nach Coburg
Herbst 2010.  An der Tankstelle fällt mir die aktuelle Ausgabe der "MotorManiacs" in die Hände.  Dort u.a ein Bericht über eine "Schrottrallye" in Polen. "Wow"..."geil"... ging mir durch den Kopf... "muß ich mitmachen" Voraussetzung: ein Auto aus der kommunistischen Herstellung. Kein Problem..Internet sei dank. Auf einer polnischen Versteigerungsplatform habe ich zugeschlagen...mit einem Klick bin ich auf einmal Besitzer eines FSO Polonez. Laut Beschreibung Bj. 1987 mit knapp 80000km, fast ohne Rost, im guten technischen Zustand und das Alles für knapp 300€  :-) Zwei Wochen später steht das Auto in Coburg. Jetzt heißt es Fahrzeug vorbereiten, Spender suchen, Mannschaft zusammen stellen.   







                                                                                                     
                  
  Frühjahr 2011. Die Team-Bildung ist abgeschlossen...es steht fest: Dirk Ress,Phillip Wicik und meine Wenigkeit. Wir werden mit dem Polonez am Start in Polen stehen.












 Das  Fahrzeug ist frisch aufbereitet und die
 Technik überholt. Mit "Kriegsbemalung" fiebern  wir dem Start entgegen. 






Eine alte "Ostschüssel" und der soziale Zweck der Rallye wecken sehr viel Interesse :-) 



Wir bekommen prominenten Besuch...Jörg & Dragan alias " Die Autoverkäuer" sind an unserem Rennboliden interresiert....als wir den Verkauf ablehnen kritzeln sie unser Auto voll...









was für ein Benehmen ...echt kindisch







Rien na va plus also nichts geht mehr, unser Rennfahrzeug hat einen Motorschaden ...hätten wir es bloß verkauft








Wir spielen vabanque ...alles auf eine Karte. Wir kaufen im Internet schnell den nächsten Polonez. 6 Wochen vor dem Start haben wir keine Zeit mehr das neue Fahrzeug richtig vorzubereiten. Es heißt nur noch bekleben, volltanken, packen und los gehts









































































































































































































































































































































































































































































































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